Ärger
halbiert sich nicht, wenn DU ihn teilst!

Sich zu ärgern, bedeutet sich zu ärgern. Ja, nur zwar sich! Was für eine verschenkte Kraft! Und wenn Du jetzt noch mit jemanden anderen darüber sprichst, vermehrst Du diesen Ärger auch noch. Kein schönes Geschenk, oder? D. h. nicht, dass wir über nicht über verschiedene Situationen, die uns nicht gerade mit Freude überhäufen, mit einem vertrauten Menschen sprechen sollten. Nein, das ist sogar sehr ratsam. Nur halt nicht wenn Du ärgerlich bist. Das ‚E‘ für Eskalation kommt mit dem ‚E‘ für Emotion dann auf einen Nenner 🙂
Doch wie kannst Du diesen Ärger jetzt verarbeiten/loswerden? Nehme doch bei dem nächsten ‚Ärger‘ einfach Mal einen Zettel und schreibe Dir den Ärger vom Leib. Mit dieser Vorgehensweise kannst Du dem Ärger Luft machen ohne Unbeteiligte damit einzubinden. Mit dieser neuen Gewohnheit bist Du quasi auf den nächsten ‚Ärger‘ gut vorbereitet und kannst ihn freundlich willkommen heißen. Gerade, wenn Du Dich häufiger über etwas oder jemanden ärgerst, wirst Du sehen, dass Du durch diese Übung mehr Leichtigkeit im Umgang mit schwierigen Situationen bekommst.
Denn eines ist, wie in einem Lied von Stefan Stoppok-Ärger (1990) klar:
‚Ärger du kannst mich nicht anschmieren,
ich weiß, daß du schon hinter der nächsten Ecke stehst.
Ärger du kannst mich nicht anschmieren,
ich weiß daß du dir schon wieder Übles überlegst.‘
„Deine Einstellung zum Leben ist das, was nur Du in der Hand hast.“
PS: Der Vorteil von einem Zettel im Gegensatz zu einem ganzen Buch ist, dass Du ihn nachher als z. B. Papierflieger in die Papiertonne fliegen lassen kannst. Wer will schon Ärger sammeln 🙂
Übung:
Bereite Dir für Deinen nächsten ‚Ärger‘ einen Zettel mit folgenden sechs Fragen vor und lege ihn für den Fall der Fälle gut auffindbar hin:
Wie geht es mir jetzt auf einer Skala von 1 bis 10 (1=gut und 10=frag‘ nicht!)?
Worüber ärgere ich mich (Situation/Mensch)?
Was bringt mir das, dass ich mich gerade darüber ärgere?
Habe ich diesen Ärger schon mal erlebt?
Was kann ich aus dieser Situation lernen?
Wie geht es mir jetzt auf einer Skala von 1 bis 10 (1=gut und 10=frag‘ nicht!)?